Feb2014 25

Heute bin ich mit Wirkung zum 31.12.2014* aus der Piratenpartei ausgetreten. Irgendwann muss man einsehen, dass die Mauer zu hoch ist, über die man springen will. Die Gründe liegen auf der Hand. Ich kann mich mit der Partei in ihrem jetzigen Zustand nicht mehr identifizieren, auch guten Gewissens keine Wahlempfehlung mehr für sie aussprechen.

Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, waren die Reaktionen bzw. Statements des 1. BuVo und vieler Relativierer auf jüngste Ereignisse. Einfach indiskutabel!  Für die echten Idealisten und einige Freunde, die ich in knapp 5 Jahren Mitgliedschaft kennengelernt und gewonnen habe, tut  es mir Leid. Wir werden in Kontakt bleiben. Hoffentlich.

[Kleines Update, mir wichtig zu erwähnen] Der #Orgastreik hatte in mir – so paradox es jetzt klingen mag – wieder etwas Motivation geweckt, aktiv zu werden. Weil er so verrückt war, dass ich dachte: da besinnen sich endlich einige auf ihre Wurzeln und ziehen andere mit.

*Warum nicht mit sofortiger Wirkung: Ich gehöre zu der Minderheit, die ihre Jahresbeiträge immer pünktlich bezahlt. Und bleibe bis zum Abspann im Kino.

3 Responses to “Tropfen und Fässer und die Piratenpartei”

  1. Thomas Ganskow sagt:

    Moin Achim,

    schätze, wir haben uns nie getroffen. Und doch kann ich Dich nur zu gut verstehen. Es geht mir nicht viel anders. Mindestens einmal die Woche denke ich darüber nach, den gleichen Schritt zu tun. Nicht erst mit diesem BuVo. Wobei dieser die Frequenz erhöht.

    Was ich mir dabei immer wieder überlege: Was bringt ein Austritt von Menschen wie Dir und mir, die nicht einer Ideologie nachhängen und eine Minderheitenmeinung der Mehrheit aufdrücken wollen? Das Verhältnis zwischen zwischen denen und uns verbessert sich zu deren Gunsten. Das kann nicht das Ziel sein.

    Viel mehr müssen doch wir, die wir einen gewissen Grad an Bekanntheit in der Partei oder auch nur in unserem LV haben, einerseits diejenigen, die ähnlich denken wie wir, darin bestärken, dabei zu sein und nicht den Ideologen das Feld zu überlassen. Es war immer ein Privileg dieser Partei, keine Ideologie zu haben. Und das muss auch so bleiben.

    Nur so können wir die gemäßigten Stimmen im BuVo, die wirklich versuchen, die fehlgeleiteten zu bändigen, unterstützen. Ich bin ja versucht, ein Wiki aufzumachen, in das sich jeder eintragen kann, der mit dem Gedanken spielt, auszutreten, wenn sich kein grundlegendes Bekenntnis zu den friedlichen und freien Werten der Partei ergibt. Listen sind momentan wieder in.

  2. Hallo Achim,

    hier nochmal öffentlich: Ich gebe dich nicht auf. Manchmal kommen nach dem Abspann die besten Szenen der Filmrolle!


    Michele

  3. acepoint sagt:

    @Thomas: Ich hab den Glauben verloren, dass sich noch was ändert. Weil die »lauten« Rufer, die auf die Versäumnisse bzw. die verkehrte Richtung hinweisen, in der Vergangenheit bis heute kaum oder keine Unterstützung erfahren.

    @Michele: Ich könnte jetzt bösartig sein und darauf hinweisen, dass die besten Szenen im oder nach dem Abspann immer die »Outtakes« sind. 😉

Leave a Reply

preload preload preload