tl;dr: Die Vorstände der Piratenpartei verwalten heute etwa 33.000 Mitglieder. Die Piraten sitzen in vier Länderparlamenten und weit über 100 kommunalen Vertretungen. Tägliche Berichterstattung in den Medien ist zur Normalität geworden, die Piraten sind in der breiten Bevölkerung angekommen bzw. dieser bekannt. Ein Einzug in den Bundestag im September 2013 ist zwar nach den jetzigen Umfragewerten nicht sehr wahrscheinlich, aber auch nicht ausgeschlossen. Aufgrund diverser „Gates“ mehren sich in den vergangenen Tagen die Stimmen, die nach einer Professionalisierung rufen – was auch immer der einzelne darunter versteht.
Meine These: es wird Zeit, sich vom reinen Amateurstatus (Amateuer=Liebhaber) zu verabschieden. Es wird Zeit, bestimmten Tatsachen ins Auge zu blicken und sich nicht mehr in die Tasche zu lügen. Es wird Zeit, die Rollen von Vorständen, Pressesprechern und anderen Beauftragten in Schlüsselpositionen zu überdenken. Es wird Zeit, klare Tätigkeitsbeschreibungen, zeitliche Maximalaufwände, qualifizierte Bewerbungsverfahren und Vergütungen zu definieren. Sonst wird das Wohl der Piraten weiterhin von Zufällen abhängen, und die Partei allmählich von innen ausbrennen. Continue reading »
Follow Me