Apr 07

tl;dr: Die Vorstände der Piratenpartei verwalten heute etwa 33.000 Mitglieder. Die Piraten sitzen in vier Länderparlamenten und weit über 100 kommunalen Vertretungen. Tägliche Berichterstattung in den Medien ist zur Normalität geworden, die Piraten sind in der breiten Bevölkerung angekommen bzw. dieser bekannt. Ein Einzug in den Bundestag im September 2013 ist zwar nach den jetzigen Umfragewerten nicht sehr wahrscheinlich, aber auch nicht ausgeschlossen. Aufgrund diverser „Gates“ mehren sich in den vergangenen Tagen die Stimmen, die nach einer Professionalisierung rufen – was auch immer der einzelne darunter versteht.

Meine These: es wird Zeit, sich vom reinen Amateurstatus (Amateuer=Liebhaber) zu verabschieden. Es wird Zeit, bestimmten Tatsachen ins Auge zu blicken und sich nicht mehr in die Tasche zu lügen. Es wird Zeit, die Rollen von Vorständen, Pressesprechern und anderen Beauftragten in Schlüsselpositionen zu überdenken. Es wird Zeit, klare Tätigkeitsbeschreibungen, zeitliche Maximalaufwände, qualifizierte Bewerbungsverfahren und Vergütungen zu definieren. Sonst wird das Wohl der Piraten weiterhin von Zufällen abhängen, und die Partei allmählich von innen ausbrennen. Continue reading »

Feb 08

Eine Nacht geschlafen, irgendwie erleichert, nun doch nicht im »Genuss« dieser Verantwortung zu sein, aber auch ein wenig angesickt, weil ich mein selbstgestecktes Ziel nicht erreicht habe, möchte ich einige persönliche Eindrücke vom LPT2011.1 loswerden. Keine Angst, es ist nicht das übliche Jammern, was man/frau nach Parteitagen von Mailinglisten kennt. Und dass ich dem neuen Vorstand zutraue, gute Arbeit zu leisten, professionelles Zusammenspiel und reichlich Unterstützung durch den Landesverband vorausgesetzt … geschenkt. Das wissen die meisten der Gewählten aufgrund persönlicher Gespräche während und nach der Wahl. Das hier geht mehr an die Mitglieder, die schweigende oder redende Mehrheit. Einige Dinge machten mich gestern nämlich etwas nachdenklich. Continue reading »

Feb 01

Als ich gestern meine Ideen zu einem Konzept 2011 für den Landesverband NRW veröffentlicht habe, erntete ich neben viel Zustimmung auch Kritik an der Aussage, dass wir, die Piraten in Nordrhein-Westfalen, in der momentanen Lage zurück zu unseren Wurzeln finden und zunächst einmal die »klassischen« Felder beackern sollten. Ich möchte an dieser Stelle etwas genauer erläutern, warum ich dieser Meinung bin. Continue reading »

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