Nov2014 10

Die Schachweltmeisterschaft 2014 ist erst zwei Partien alt, und es scheint, als ob beide Kontrahenten an der Verlauf der WM aus dem vergangenen Jahr anknüpften. In der ersten Partie schien der Herausforderer Viswanathan Anand offensichtlich gut präperiert, verpasste aber irgendwo im Mittelspiel die beste Fortsetzung und musste danach etwa 20 weitere Züge um das Remis kämpfen.

In der zweiten Partie bot der Exweltmeister eine theoretische Diskussion um die Berliner Mauer an. Und das am 9. November! Weltmeister Magnus Carlsen ließ sich jedoch nicht darauf ein, wich mit 4. d3 aus und präsentierte, ebenfalls gut vorbereitet, einen neuen Plan in dieser eigentlich ruhigen Eröffnung. In der Folge übte er einer Pyhton im Würgegriff gleich immer mehr Druck auf Anand aus. Dieser überraschte im 34. Zug in unangenehmer, aber noch lange nicht verlorener Stellung mit einem fürchterlichen Fehler und gab direkt nach Carlsen Antwort auf.

Man fühlt sich  beim Nachspielen der beiden Partien ein wenig an die Phase zwischen der 5.-7. Partie aus dem WM-Kampf 2013 erinnert. Es bleibt zu hoffen, dass Vishy Anand seine Form schnell wieder findet. Ansonsten wird es, so befürchte ich, ein sehr einseitiges Match werden.

(ELO: ) – (ELO: ) , Datum: , Ergebnis:

pgn-download

Leave a Reply

preload preload preload