Eigentlich sollte heute der Knoten platzen, so hatte ich es mir zumindest vorgenommen. Und für die Fahrt nach Senden extra “motivierende” Musik herausgesucht. Die Partie gegen Ralf Wagner (Ahlen, ELO 2085) fing auch vielversprechend an. Nach nur 10 Zügen hatte ich mit Schwarz Dank der etwas planlosen weißen Partieanlage bereits einen deutlichen Eröffnungsvorteil herausgespielt.
Aber irgendwo um Zug 15 habe ich dann wieder den Faden verloren. Und damit fing das Drama erst richtig an. Im 20. Zug hatte ich nur noch zwanzig Minuten auf der Uhr, zehn Züge später waren es noch neun Minuten. In einer Kommödie der Irrungen und Wirrungen verpassten sowohl mein Gegner als auch ich mehrmals gewinnbringende Fortsetzungen. Fritz12 hat mir die Partie eben förmlich um die Ohren gehauen!
Zur Zeitkontrolle hatte ich eine Qualität weniger, aber einen gefährlichen zusätzlichen Bauern auf d3. Als mein Gegner dann im 43. Zug durch einen weiteren Fehler einen Bauern einstellte, war mir der Spatz in der Hand lieber als die Taube auf dem Dach. Nach fünf Stunden Spielzeit forcierte ich ein Remis durch Zugwiederholung.
Die gute Nachricht vom “13.”: Nach fünf Partien gegen ELO-Träger (50% gegen Durchschnitt 2050) erhalte ich nun endlich mit der zweiten Wertungzahl auch eine eigene ELO.
Aktuelle Infos, Fotos und Zwischenstände beim SK32 oder auf der offiziellen Webseite (hier gibt’s auch immer Partien der ersten 10 Bretter).