Der Rat der Europäischen Union hat am gestrigen Montag das bei vielen Europäern unbekannte Abkommen zur Weitergabe von Fluggastdaten an das US-Department for Homeland Security verabschiedet. Europäische Fluglinien senden bereits seit längerem PNRs (Passenger Name Records) an "God’s own country", ohne daß hierfür ein offzielles Abkommen existiert. Die Ratsvertreter haben sich auf einen 19 Felder umfassenden Datensatz geeinigt, der in den U.S.A fünfzehn Jahre aufbewahrt wird.
Damit ist zwar die Menge der einzelnen Datenfelder um 15 geschrumpft, dies kommt jedoch u.a. dadurch zustande, daß einzelne Felder zusammengefasst werden. Bei Heise kann man nachschauen, welche Informationen nun über den großen Teich geschickt werden, um die U.S.A. vor den bösen Terroristen zu schützen. Neben Name und Kreditkarteninformationen werden auch z.B. Essgewohnheiten gespeichert.
Das EU-Parlament hat die Verabschiedung heftigst kritisiert. Zu Recht, denn im Gegenzug zur Europäischen Verpflichtung der Datenweitergabe erklärte sich die US-Regierung lediglich bereit, für eine ähnliche Datensammlung von US-Bürgern "zu werben."
Nach verschiedensten Vorkommnissen und in Kenntnis der recht rigiden Einreisekontrollen und -bestimmungen in die U.S.A (Photo, Fingerabdruck u.ä.) muss man sich nun wirklich fragen, ob ein Besuch in den U.S.A überhaupt noch lohnenswert oder sinnvoll ist.