Nov2014 16

Ein anderer Exweltmeister ging gestern hart mit Exweltmeister und Herausforderer Vishy Anand ins Gericht. Garry Kasparov zeigte zwar Verständnis für die beiden unglaublichen Fehler von Carlsen und Anand, verurteilte jedoch die Eröffnungswahl des Inders:

Für den Rest der Schachwelt war der „Doppelblunder“ im 26.Zug das beherrschende Thema. Was war passiert? Magnus Carlsen knetete gestern in der 6. Partie eine typische „Magnus Carlsen“ Stellung, als ihm ein simpler taktischer Fehler unterlief, der ihn fast die Partie gekostet hätte. Nur fast, denn Viswanatahan Anand gab nach etwa einminütigen Nachdenken das Kompliment zurück und verlor die Partie später fast kampflos. Leider war die Liveübertragung während dieses einzigartigen Falls von gegenseitiger Schachblindheit wegen einer Werbepause unterbrochen, aber eine Kamera hat das Ereignis festgehalten:

Man kann in dieser Videosequenz erahnen, dass Magnus Carlsen nach seinem 26. Zug erstarrte, und wie er nach Anands Antwort erleichert den Kopf auf die Arme legte. Leider sieht man die Gesichter der beiden nicht.

Statt eines extrem wichtigen Schwarzsiegs und einer 3,5-2,5 Führung muss der Herausforderer Anand nun in der zweiten Hälfte des Wettkampfes einem 2,5-3,5 Rückstand hinterherlaufen. Wie schwer das sein wird, kann man an der WM 2013 in Chennai ablesen, in der Anand sang- und klanglos unterging.

Hier die 5. und 6. Partie der WM mit meinen Kommentaren:

(ELO: ) – (ELO: ) , Datum: , Ergebnis:

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