Mai 21

Das Ehrenwort des ehrenwerten Helmut Kohl

 Im Jahr 1999 gibt der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler (damals Mitglied im CDU-Bundesvorstand) zu, daß seine Partei in der Zeit bis 1998 "schwarze Konten" geführt hatte, die der Verschleierung  illegaler Parteispenden dienten. Obwohl er dies vorher als "üble Verleumdung" abgetan hatte, räumt Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl die Existenz dieser Konten in einem späteren Fernsehinterview ein. Er gibt weiter an, etwa 2,1 Millionen DM illegaler Parteispenden angenommen zu haben. In die CDU-Parteispendenaffäre sind außerdem der damalige CDU-Schatzmeister Walter Leisler Kiep, CDU-Finanzberater Horst Weyrauch, Wolfgang Schäuble, Max Strauss und der Waffenhändler Karlheinz Schreiber verwickelt.

 Im August 2000 veröffentlicht der Spiegel einen Bericht, in dem behauptet wird, daß diese illegalen Parteispenden ausschließlich zur Finanzierung von Wahlkämpfen verwendet worden sei. Die Staatsanwaltschaft Bonn eröffnet ein Ermittlungsverfahren gegen Helmut Kohl. Dieser erkärt, daß er er den Spendengebern sein Ehrenwort gegeben habe, deren Namen nicht preiszugeben. Nach Auffassung von Rechtsexperten stellt Helmut Kohl somit sein persönliches Ehrenwort über die damalige Rechtslage, das Parteiengesetz und die Verfassung. Trotzdem wird das Verfahren 2001 wegen geringer Schuld und gegen die Zahlung einer Geldbuße von 300.000,- DM eingestellt.

 Die Namen der Spender und die Gesamthöhe der illegalen Spenden sind bis heute nicht bekannt.

[Quelle: Wikipedia, Tageschau.de ] 

 

Die Erinnerungslücken des Wolfgang Schäuble

 Im Dezember 1999 wird Wolfgang Schäuble (CDU) durch einen Zwischenruf von Hans-Christian Ströbele (Bündnis90/Die Grünen) auf seine Kontakte zum Waffenhändler Karlheinz Schreiber angesprochen. Wolfgang Schäuble antwortet, er habe "irgendwann im Spätsommer oder im Frühherbst 1994“ bei „einem Gesprächsabend in einem Hotel in Bonn [...] einen Herrn kennengelernt, der sich mir als ein Mann vorgestellt hat, der ein Unternehmen leitet. Ich habe später festgestellt, daß es dieser Herr Schreiber war. [...] Auf der damaligen Veranstaltung bin ich Herrn Schreiber begegnet. Das war es.“

 Mitte Januar 2000 "erinnert" sich Wolfgang Schäuble daran, im Jahr 1994 für die CDU eine Bargeldspende in Höhe von 100.000,- DM von Karlheinz Schreiber entgegengenommen zu haben. Das Geld sei bei der CDU unter "sonstige Einnahmen" verbucht worden, ist aber in keinem Rechenschaftsbericht veröffentlicht. Später "erinnert" sich Wolfgang Schäuble an ein weiteres Treffen mit dem Waffenhändler Schreiber im Jahr 1995, jedoch an keine weitere Spende.

 Die damalige CDU-Schatzmeisterin Brigitte Baumeister widerspricht den Erinnerungen Schäubles und gibt als Konsequenz ihr Amt auf. Ein Ermittlungsverfahren der Berliner Staatsanwaltschaft gegen Wolfgang Schäuble wegen uneidlicher Falschaussage wird eingestellt. Wolfgang Schäuble entschuldigt sich im Jahr 2000 bei der Deutschen Öffentlichkeit und beim Bundestag für seine "Erinnerungslücken."

 Der Verbleib der 100.000,- DM ist bis heute nicht geklärt, Brigitte Baumeister nie wieder für den Bundestag nominiert.

[Quelle: Wikipedia, Tagesschau.de

 

Der Fachmann Otto Wiesheu

 Im Jahr 1983 verursacht der damalige Generalskretär der CSU, Otto Wiesheu, unter Alkoholeinfluß (1.75 Promille) einen Verkehrsunfall, bei dem eine Person getötet und eine weitere schwer verletzt wird. Nachdem der Bayerische Landtag seine Immunität aufhebt, wird Otto Wiesheu angeklagt und später zu einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten (zur Bewährung ausgesetzt) und der Zahlung einer Geldbuße von 20.000,- DM verurteilt.

 10 Jahre später wird Otto Wiesheu  Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie und hält dieses Amt bis 2005 inne, bevor er im gleichen Jahr als Vorstandsmitglied zur Deutschen Bahn AG wechselt.

 Eines seiner Unfallopfer ist leider immer noch tot.

[Quelle: Wikipedia ] 

 

Der großzügige Laurenz Meyer 

 Der damalige CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer gerät Ende 2004 wegen Zahlungen des RWE-Konzerns an ihn unter Druck. Neben seiner Bezüge als Vizelandtagspräsident NRW und Generalsekretär der CDU erhält Laurenz Meyer Strom zu verbilligtem Mitarbeitertarif und Zahlungen vom RWE Konzern. RWE hatte im Jahr 2000 den Konzern VEW, früherer Arbeitgeber von Laurenz Meyer, übernommen.

 Es geht um etwa 250.000,- DM. Laurenz Meyer spricht in dem Zusammenhang von "Sonderausschüttungen", der Stromkonzern RWE gibt später zu, 160.000,- DM von insgesamt 250.000,- DM seien aufgrund eines "Kommunikationsfehlers" überwiesen worden.

 Laurenz Meyer kündigt schließlich an,  81.000,- Euro zurück an den RWE-Konzern zu überweisen, der Konzern werde dieses Geld auf 100.000,- Euro aufstocken und als Spende an die SOS-Kinderdörfer weitergeben. Einen Hinweis auf den Zahlungseingang sucht man in den Medien vergebens, laut Kandidatenwatch.de (August 2005) ist das Geld jedoch überwiesen.

 Laurenz Meyer löst später nach "schwierigen Verhandlungen" sein Arbeitsverhältnis mit dem RWE-Konzern auf und erhält eine zusätzliche Abfindung in Höhe von 400.000,- Euro.


[Quelle: Wikipedia, Tagesschau.de]

 

to be continued… 

Mai 19

Leider muss ich Euch den Ursprung der folgenden Geschichte schuldig bleiben, trotz intensiver Suche ist es mir nicht gelungen, den eigentlichen Urheber zu finden. Der Autor möge mir verzeihen, daß ich ihn nicht nennen kann. Ich habe sie in einem Heiseforum entdeckt:

“Einen Leoparden sehen”

Was bedeutet das?

Einen Leoparden zu sehen bedeutet für eine Gruppe von Pavianen Angst. Es ist bei Pavianen so, daß die Mädels in der Mitte der Gruppe hocken, um dort ihrem Tagesgeschäft (wie z.B. Aufzucht der Jungen) nachzugehen, während die Jungs im Außenbereich bleiben müssen, um sich um die Sicherheit der Gruppe zu kümmern – klasische Rollenverteilung halt.

Na und?

Jetzt ist es so, daß nicht andauernd Leoparden um diese Gruppe herumschleichen. Wenn es geschieht, dann ist das zwar ernst, aber dennoch die Ausnahme. Außerdem solltet Ihr Euch mal ansehen, was drei erwachsene Paviane mit einem Leoparden machen – der hat nicht den Hauch einer Chance.

Das bedeutet weiterhin, daß die Männchen – außer zu Paarungszwecken oder im Falle eines Angriffs – eigentlich wenig Kontakt zum Inneren der Gruppe, also zu den Weibchen haben. Schließlich müssen sie sich um Wichtigeres kümmern.

Und weiter?

Jetzt sitzen die Männchen also am Rand der Affengruppe und langweilen sich. Sie möchten gerne zu den Weibchen – wie das eben nun mal so ist.

Wie stellen sie das an?

Ganz einfach, jetzt kommt der Trick: Sie geben vor, einen Leoparden zu sehen. Es gibt Warngeschrei, Gezeter, das komplette Programm aus dem Affenhaus rauf und runter. Die Gruppe rückt zusammen, und das Wichtigste: die Männchen sind wieder wer – sie sind wichtig und bekommen Aufmerksamkeit, diese “Helden”. Und die Chance, daß sich der größte Schreihals weiter vermehren darf, steigt.

Da in Wirklichkeit kein Leopard vorhanden ist, und die Weibchen in der Mitte der Gruppe eh nix von der Außenwelt mitbekommen, erliegen die Weibchen dem Eindruck, das monumentale Spektakel habe den Leoparden erfolgreich vertrieben.

Die Schreihälse, die vorgaben, einen Leoparden zu sehen, bekommen also ungeprüft Recht. Und wohl auch Sex.

Und was  hat das jetzt hier zu suchen?

Schaut Euch mal in den Medien (TV, Zeitungen, Internet) um…

  • Welche “Leoparden” dominieren die Politik?
  • Welche dieser Gefahren sind wirklich nachweis- und nachprüfbar?
  • Was ist bis heute tatsächlich passiert?
  • Wer sind die größten Schreihälse?
  • Welche Mittel werden vorgeschlagen, diese Gefahren abzuwehren?

…und zieht dann Eure eigenen Schlüsse. Lernt, echte Leoparden von unechten zu unterscheiden!

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Mai 18

Vorsicht Amazon Wunschliste!

 Einer Deutschen wurde im Jahr 2003 die Einreise in die USA zu ihrem Verlobten verwehrt, berichtet Telepolis . Gleich nach der Landung in Atlanta wurde sie von Grenzschützern abgeführt und sechs Stunden lang verhört. Der US-Beamte erwähnte in dem Verhör unter anderem eine Amazon-Wunschliste der Deutschen, auf der insgesamt 247 Titel gelistet waren.

 Neben Büchern von Curt Cobain und Hillary Clinton fand sich in der Rubrik "Über Mich" auch der Eintrag: "Lebte in Pakistan, Frankreich, London und den USA." Die in Pakistan geborene Beate Killguss heiratete 2004 … in Deutschland. Ihren Blog "Land of the free " hat sie anscheinend vom Netz genommen.

 

Geschäftliches (und noch ‘ne Liste)

 Eine Liste des US-Finanzministeriums wird vielen unbescholtenen Bürgern in den USA zum Verhängnis. Die sogenannte Ofac-Liste (Ofac: Office of Foreign Asset Control) mit etwa 3300 gelisteten Namen soll mutmaßlichen Extremisten den Geldhahn abdrehen. Ursprünglich nur von Banken genutzt, vergleichen mittlerweile auch andere Privatunternehmen ihre Kundendaten mit der Liste und lehnen Geschäftsbeziehungen mit offenbar "Verdächtigen" ab. Schon Namensähnlichkeiten reichen aus, berichtet der Spiegel.

 Grund: Jeder, der mit einer Person oder Gruppe aus der Ofac-Liste Geschäfte macht, riskiert eine Geldstrafe von bis zu 10 Mio $ und Haftstrafen von zehn bis dreißig Jahren. Wer in "God’s own country" reisen möchte, sollte vielleicht vorher einen Blick auf die Liste werfen. Sie ist als übersichtliche Textversion, als selbstextrahierendes CSV-Archiv für Windows (Vorsicht beim Öffnen!) und sogar linuxkonform von der Webseite des US-Finanzministeriums downloadbar. Viel Spaß beim Stöbern!

 

Die Flugverbotsliste

 Seit 9/11 unterhält das US-Heimatschutzministerium eine sogenannte Flugverbotsliste. Leider scheint’s mit der Datenqualität nicht weit her zu sein, viele Namen wurden zu Unrecht auf diese Liste gesetzt, man hat auch den Eindruck, daß Behörden an den Flughäfen oftmals überfordert sind mit den Sicherheitsbestimmungen der Liste oder deren Interpretierung.

 So wollten Beamte am Flughafen in Dubai kürzlich einen zweijährigen Jungen wegen Terrorverdachts festnehmen, weil Name und sogar Geburtsdatum(!) mit einem Eintrag übereinstimmten. Glücklicherweise gaben sich die Sicherheitsbeamten anschließend mit dem "Augenscheinbeweis" zufrieden, der zweijährige "Terrorbengel" und seine Eltern durften weiterreisen.

 Auch prominente Zeitgenossen wurden bereits Opfer: Neben US-Senator Edward Kennedy geriet auch der ehemalige britische Sänger Cat Stevens, der sich seit seiner Konvertierung zum Islam "Yusuf Islam" nennt, auf die ominöse schwarze Liste.

 Ob man selbst auf dieser Liste gelandet ist, kann man leider nicht überprüfen. Da hilft nur der empirische Versuch, sprich: Flugticket kaufen und sich überraschen lassen. Ein Trost für potentielle Passagiere, die nicht auf einem Flughafen in den USA, sondern irrtümlich auf der Liste des US-Heimatschutzministeriums gelandet sind: Sie können jetzt sogar im Internet gegen ihre Eintragung Beschwerde einlegen. Das "Department of Homeland Security" (DHS) hat eigens eine Webseite mit dem sinnigen Namen "DHS – TRIP" (Traveller Redress Inquiry Program) dafür eingerichtet. Ob’s hilft?

 

to be continued …

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