Chess
NRW-Klasse (4. Runde)
by acepoint on Jan.16, 2010, under Chess, NRW-Klasse 2009
Fast hätte ich im Weihnachtstrubel vergessen, die 4. Runde der NRW-Klasse ins Blog zu packen. Ich mach’s kurz: wir haben am ersten Schneechaoswochenende (20.12.2009) gegen den Rheydter SV deutlich mit 6:2 gewonnen. Der Sieg hätte aufgrund der schwachen Aufstellung des Gegners eigentlich auch noch deutlicher ausfallen müssen.
Aber weder Günther Langhanke (8. Brett) noch mir am 7. Brett gelang es, unsere nominell jeweils deutlich schlechteren Gegner zu bezwingen. Hätte ich vor oder während der Partie gewusst, daß mein Gegner 300 Ratingpunkte weniger hat als ich, dann hätte ich wohl auch keine Rubinstein-Variante im Franzosen gewählt.
Ergebnisse und Tabelle findet Ihr hier: Schachbund NRW.
Bezirkseinzelmeisterschaft (6. Runde)
by acepoint on Jan.16, 2010, under Bezirkseinzelmeisterschaft 2009, Chess
In der 6. Runde der Bezirkzeinzelmeisterschaft Steinfurt wollte ich meine letzte Chance auf einen Qulaifikationsplatz nutzen. Gegen Daniel Brito aus Neuenkirchen musste unbedingt ein Sieg her, da die beiden Erstplazierten Uwe Sommer und Michael Hemmert jeweils ihre Partien der Runde gewonnen hatten.
Leider wurde nichts daraus, und wie man im Partieverlauf sehen kann, war ich mit einem Remis noch gut bedient. Zwar hatte ich mir eine vielversprechende Stellung aufgebaut (Läuferpaar, Raumvorteil), aber ein unvorsichtiger Zug direkt nach der ersten Zeitkontrolle kostete mich einen Bauern. Wir spielten dann tatsächlich bis ein Uhr morgens, bevor Daniel seine Gewinnversuche in einem T+L gegen T Endspiel einstellte.
Eine Runde vor Schluss liege ich nun einen Punkt hinter den beiden Führenden. Naja, wenn man seine Partien gegen 1800er nicht gewinnen kann, hat man es auch nicht besser verdient.
Ramada-Cup 2009 Hamburg
by acepoint on Jan.12, 2010, under Chess, Ramada-Cup 2009 Hamburg
Vom 8.-10.01.2010 wurde in Hamburg das dritte Qualifikationsturnier für die Deutsche Schach-Amateurmeisterschaft ausgetragen. In sechs Klassen kämpften insgesamt 392 Teilnehmer um die begehrten sechs Qualifikationsplätze pro Klasse. Jeweils am Freitag und Samstag wurde eine Doppelrunde gespielt, am Sonntag fand um 9 Uhr morgens die fünte und letzte Runde statt. Die Bedenkzeit betrug 1:30 Stunde/40 Züge + 15 Minuten für den Rest der Partie. Pro Zug gab es 30 Sekunden Bonuszeit.
Ich hatte mich für die zweite Klasse (ELO/DWZ 1900-2100) angemeldet. Aus der Region war außerdem Benedikt Muschik (SF Neuenkirchen) in der ersten Gruppe (2100-2300) vertreten. Aufgrund meiner (relativ) niedrigen DWZ von 1927 und noch nicht vorhandenen ELO zum Stichtag 1.Oktober 2009 war ich unter 63 Teilnehmern meiner Klasse nur an Platz 56 gesetzt. Hätte die zum 1. November erworbene ELO von 2052 schon gezählt, wäre ich auf Rang 12 plaziert gewesen. Mehr dazu später.
Das Ramada-Hotel (****) hatte stark ermäßigte Zimmerpreise für die Teilnehmer (44,-/Person im Doppelzimmer), das Frühstück war reichhaltig, Getränkepreise im mittleren Preissegment. Nur das für 16 Euro angebotene Abendbuffet war sein Geld nicht wert. Als Frechheit empfand ich den Tarif für das vorhandene WLAN. 8 Euro (in Worten: acht) sollten wir für eine Stunde Nutzung bezahlen. Da fehlen mir einfach die Worte.
Die Organisation des Turniers war sehr gut. Alle Runden begannen mehr oder wenig pünktlich, es gab Namensschilder an den Brettern, die Auslosung für die folgende Runde hing bereits etwa dreißig Minuten nach Rundenende aus. Etwa sechs Schiedsrichter kümmerten sich um die Teilnehmer, und mir ist in den drei Tagen kein einziger Streitfall zu Ohren gekommen. Im Foyer des Hotels hatte Manfred Mädler einen Stand mit Büchern und Software aufgebaut, außerdem waren am Samstag zwei Chessbase-Seminare im Angebot. Alles in allem eine runde Sache und sehr empfehlenswerte Veranstaltung gerade für Schachspieler, die nicht gleich eine ganze Woche Urlaub für ein Turnier opfern können oder wollen.
Nun zum Turnierverlauf: Am Freitag wurde ich in der ersten Runde gegen Björn Hilker vom SF Barsinghausen (ELO 2035, DWZ 1934) ausgelost. Nach einigen Ungenauigkeiten auf seiner Seite konnte ich mir um den 30. Zug herum eine Gewinnstellung aufbauen. Ich fand dann aber in leichter Zeitnot nicht die richtige Fortsetzung und forcierte – laut Fritz immer noch mit etwa +2 im Vorteil – ein Remis durch Dauerschach.
Am Nachmittag spielte ich in der zweiten Runde mit Weiß gegen Wulf-Werner Kunisch (SK Lister Turm, ELO 2019, DWZ 1873). Bereits in der Eröffnung konnte ich einen Bauern gewinnen. Aber auch hier fand ich unter Zeitdruck in komplizierter Stellung nicht den forcierten Gewinn. Die Krönung kam dann einen Zug nach der 1. Zeitkontrolle: Ich lies mich einzügig Matt setzen!
Völlig frustiert und demotiviert setzte ich mich dann am Samstagmorgen gegen Matthias Luckhardt (DWZ 1988) ans Brett. Wir spielten beide ziemlich schnell, und zu meinem Glück gelangten wir in ein Endspiel, in dem sich sein Springer auf h6 verlaufen hatte. Der Rest war dann Sache der Technik.
Am Nachmittag ging es – mit Weiß – gegen Hendrik Mittelstädt aus Uelzen (ELO 2075, DWZ 2018). Die Eröffnung war mir überhaupt nicht gelungen, ich hatte nach etwa 10 Zügen einen Bauern weniger für nichts. Mit einem zweifelhaften Springeropfer gelang es mir dann, die Stellung so sehr zu verkomplizieren, daß mein Gegner die Übersicht verlor und fehlgriff. Trotzdem musste ich nach einem Übersehen meinerseits die Partie in einem vertrackten “Bauern-gegen-Springer” Endspiel ein zweites Mal gewinnen. Mit 2 aus 2 am Samstag und insgesamt 2,5 aus 4 hatte ich damit zumindest mein gestecktes Minimalziel von 50% vorzeitig erreicht.
In der Schlußrunde spielte ich gegen Ralf Schöngart aus Buxtehude (ELO 2070, DWZ 1988). Mit Schwarz auf Kampf eingestellt, wählte ich das Budapester Gambit. Leider spielte mein Gegner diese Eröffnung selbst mit Schwarz. Zu meinem Glück war auch er etwas fahrlässig und verlor in einem ausgeglichenen Endspiel zunächst einen Bauern und überließ mir später auch noch das Läuferpaar. Nach 82 Zügen war die Partie dann beendet, mir kam außerdem die zweifelhafte Ehre zuteil, die längste Partie des Tages gespielt zu haben.
Mit 3,5 Punkten aus 5 Partien konnte ich mich in DWZ und ELO um etwa 20 Punkte verbessern. Außerdem landete ich auf dem 8.-12. Platz (nach Wertung 12.!), verfehlte damit die Qualifikation um einen halben Punkt. Benedikt Muschik von den benachbarten SF Neuenkirchen machte es da in der A-Gruppe besser. Mit 4 Punkten aus 5 Partien auf dem geteilten 1.-4. Platz konnte er sich – nach Wertung 4. – für die Endrunde im Mai in Halle an der Saale qualifizieren.
Aufregend gestaltete sich dann noch die Rückfahrt. Meine Freundin war wegen eines Auftritts bereits am Sonntagmorgen abgereist. Benedikt und ich wählten also die Bahn für die Heimreise. Unser Zug hatte schon in Hamburg eine Verspätung von etwa dreißig Minuten. Während der Fahrt zwischen Hamburg und Bremen – ungefähr auf halber Strecke – fing es auf einmal unter unserem Waggon fürchterlich an zu poltern. Fast zeitgleich zersprangen in unserem Abteil drei Fensterscheiben – zum Glück aus Sicherheitsglas. Ein, zwei Minuten später kam der IC dann in irgendeinem Kaff vor Bremen zum stehen. Es stellte sich heraus, daß nicht nur die Fensterscheiben zu Bruch gegangen, sondern auch eine Bremsleitung abgerissen war und deshalb eine automatische Notbremsung eingeleitet wurde. Ursache: aufgewirbelte Eisstücke auf den Gleisen! Wie war nochmal der frühere Slogan der Bahn? “Alle reden vom Wetter, nur wir nicht” …
Hier einige Bilder, von mäßiger Qualität weil mit Handykamera gemacht. Weiter unten findet Ihr alle fünf Partien.
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Bezirkseinzelmeisterschaft (5. Runde)
by acepoint on Dez.12, 2009, under Bezirkseinzelmeisterschaft 2009, Chess
In der 5. Runde der BEM Steinfurt habe ich gegen den ELO-Favoriten Uwe Sommer grottenschlechtes Schach gespielt. Weil ich seiner Vorbereitung gegen die Sizilianische Verteidigung aus dem Weg gehen wollte, habe ich zum ersten Mal in einer Tunrierpartie Französisch gegen 1.e4 gewählt.
Uwe wich bereits im 8. Zug fehlerhaft von der besten Theorievariante ab. Leider nutzte ich die Chance nicht, ihm für nichts einen Bauern abzuknöpfen. Im 14. Zug habe ich dann entgegen aller bekannten Grundregeln bei Entwicklungsnachteil die Stellung geöffnet und nach nur 26 Zügen verdient verloren.
Nun muss ich bei 3,5 aus 5 die beiden letzten Partien gewinnen und außerdem auf Ausrutscher von Uwe, Michael Hemmert oder Daniel Brito hoffen, um mich noch für die Verbandseinzelmeisterschaft im Oktober qualifizieren zu können.
Weitere Infos gibt es auf der Webseite des Ausrichters SF Neuenkirchen.
Bezirkseinzelmeisterschaft (4. Runde)
by acepoint on Nov.28, 2009, under Bezirkseinzelmeisterschaft 2009, Chess
In der vierten Runde der Bezirkseinzelmeisterschaft Steinfurt habe ich heute Abend einen wichtigen Punkt gegen den bisherigen Tabellenführer und Vereinskollegen Michael Hemmert geholt. Mit 3,5 aus 4 liege ich nun auf Platz 1 vor Uwe Sommer und Michael Hemmert, die jeweils 3 aus 4 haben. In der kommenden Runde werde ich wahrscheinlich mit Schwarz gegen den ELO-Favoriten Uwe Sommer spielen.
In der Partie habe ich wieder etwas Glück gehabt, als ich in einer komplizierten Nebenvariante der Holländischen Verteidigung zu gierig war. Mir gelang es dann, in ein Endspiel mit einem Mehrbauern abzuwickeln. Nach fünf Stunden gab Michael in hoffnungsloser Position auf.
Weitere Infos gibt es auf der Webseite des Ausrichters SF Neuenkirchen.
NRW-Klasse (3. Runde)
by acepoint on Nov.28, 2009, under Chess, NRW-Klasse 2009
In der dritten Runde der NRW-Klasse haben wir am vergangenen Sonntag in Krefeld gegen den SK Turm Krefeld gespielt. Wir holten ein überraschendes 5-3 und damit nach dem kampflosen Gewinn in der 1. Runde unsere ersten erkämpften Punkte. Der Sieg hätte sogar noch deutlicher ausfallen können, wenn Ulrich Kümpers ein schönes Matt gesehen … und ich mich nicht selbst geschlagen hätte.
Ergebnisse und Tabelle findet Ihr hier: Schachbund NRW.
Bezirkseinzelmeisterschaft (3. Runde)
by acepoint on Nov.14, 2009, under Bezirkseinzelmeisterschaft 2009, Chess
In der dritten Runde der BEM Steinfurt gab es die erste kleinere Überraschung: Michael Hemmert vom SC Rheine bezwang den ELO-Favoriten Uwe Sommer aus Neuenkirchen und führt nun die Tabelle mit 3 aus 3 alleine an. Ich musste gegen Johannes Altenähr vom CC Rheine spielen. Zum ersten Mal in meinem Schachleben spielte ich 1.Sf3! Auf dem Brett entstand die katalanische Eröffnung.
Mit den Stellungen nach 4…c5 war ich allerdings nicht vertraut und wählte im 9. Zug den falschen Plan. Mein Gegner revanchierte sich, ich opferte eine Figur, und es entwickelte sich eine sehr unübersichtliche Stellung, in der mich die Computer allerdings immer im Vorteil sahen. Im 27. Zug gab Johannes Altenähr trotz ungefährer Materialgleichheit auf. Naja, abhaken unter dem Motto: Das war keine gute Partie aber ein nettes Experiment.
Weitere Infos gibt es auf der Webseite des Ausrichters SF Neuenkirchen.
Bezirkseinzelmeisterschaft (2. Runde)
by acepoint on Nov.09, 2009, under Bezirkseinzelmeisterschaft 2009, Chess
In der zweiten Runde der Bezirkseinzelmeisterschaft kam ich über ein Remis gegen den Neuenkirchener Harald Rösner nicht hinaus. Etwas abgehetzt und zehn Minuten zu spät habe ich nie richtig in die Partie gefunden. Harald, der früher eine Wertungszahl um 2000 hatte, wählte einen relativ harmlosen Aufbau als Weißer, der mit Schwarz aber nur schwer zu widerlegen ist.
Weitere Infos gibt es auf der Webseite des Ausrichters SF Neuenkirchen.
NRW-Klasse (2. Runde)
by ace on Okt.26, 2009, under Chess, NRW-Klasse 2009
In der zweiten Runde der NRW-Klasse (Gruppe 1) verloren wir (SC Klein-Berlin Rheine) im Lokalderby gegen die Schachfreunde Neuenkirchen mit 3-5. In der ersten Runde hatten wir wegen des Rückzugs von KuS Srbija frei.
Ich musste am achten Brett gegen Helmut Stöckmann antreten. “Stöcki”, der sonst am Sonntagmorgen einem schnellen Remis selten abgeneigt ist, zeigte mit seinem 4. Zug (4…c5!?), dass er kämpfen wollte. Im weiteren Verlauf konnte ich mir einen vielversprechenden Angriff aufbauen, der aber leider nicht durchschlug.
Ich wickelte dann falsch zum Endspiel ab und verlor – wahrscheinlich auch wegen der neuen Bedenkzeitregelung – völlig den Faden. Wir ließen dann in “Zeitnot” beide mehrfach die beste Fortsetzung aus. Am Ende hat Stöcki wohl Geister auf dem Brett gesehen. Ein glücklicher Punkt für mich.
Bezirkseinzelmeisterschaft (1. Runde)
by ace on Okt.26, 2009, under Bezirkseinzelmeisterschaft 2009, Chess
In der ersten Runde der Bezirkseinzelmeisterschaft Steinfurt kam ich zu einem ungefährdeten Sieg gegen Dr. Jörg Stange vom CC Rheine. Jörg spielte in der Eröffnung etwas unkonventionell, ich nutzte dann die Gelegenheit, mit einem Bauernopfer die Initiative zu erlangen und konnte mit einem schönen Königsangriff gewinnen.
Leider nehmen an der BEM 2009 nur zwölf Spieler teil. Nach Uwe Sommer (SF Neuenkirchen) und Ulrich Kümpers (SC Klein-Berlin Rheine) bin ich der nominell drittstärkste Spieler. Gespielt werden sieben Runden Schweizer System. Die beiden ersten qualifizieren sich für die Verbandsmeisterschaft an Ostern im nächsten Jahr. Weitere Infos gibt es auf der Webseite des Ausrichters SF Neuenkirchen.