Nov 11

 Die große Koalition hat eine weitere Vorlage für den ehemaligen Innenminister und heutigen "Hobby-Kläger" Gerhart Baum geliefert. Der Innen- und Rechtsausschuss winkten gestern das umstrittene BKA-Gesetz durch. Am Mittwoch wird der Bundestag über das *gähn* "Gesetz zur Abwehr von Gefahren des internationalen Terrorismus durch das Bundeskriminalamt" abstimmen und vermutlich mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD verabschieden.

 Gerhart Baum (FDP) hat für den Fall einer Verabschiedung bereits eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht angekündigt. Dies wäre dann seine dritte. Oder vierte? Langsam kommt man mit dem Zählen nicht mehr nach. Selbst die Deutsche Polizeigewerkschaft (nicht zu verwechseln mit der Gewerkschaft der Polizei, die  sieht nämlich keine Probleme!) hat starke Bedenken gegen die Gesetztesnovelle angemeldet. Ebenso Journalisten, Rechtsanwälte und Ärzte. Aber unsere Politiker sind anscheinend beratungsresistent.

 Kritiker sehen in dem Gesetz eine starke Beschneidung der Bürgerrechte, weil das BKA damit bei einer konkreten Gefahr und schwersten Straftaten eine heimliche Onlinedurchsuchung ausführen dürfen. Normalerweise nur mit richterlicher Genehmigung (die mittlerweile einfach zu erhalten ist, die Prüfung eines Antrags auf Hausdurchsuchung dauert laut Statistik beim Gericht weniger als 30 Minuten), bei dringenden Gefahren natürlich auch ohne. Ebenso entscheiden nun zwei BKA-Beamte und der Datenschutzbeauftragte der Polizei *haha!*, was auf dem durchsuchten Rechner zur Privatsphäre gehört und was nicht. Diese soll nämlich, ebenso wie bei telefonischen Lauschangriffen, weiterhin geschützt bleiben.

Nov 11

 In Sachen unverhohlener Überwachung  sind die Briten schon seit längerem Spitzenreiter. Nun haben sie sich einen fast uneinholbaren Vorsprung verschafft. Grund: Die Regierung will nach Berichten des "Independent" jegliche Telekommunikationsverbindung lückenlos überwachen und in riesigen Datenbanken speichern.

 In sogenannten "Black Boxes" sollen E-Mails, aufgerufene Webseiten samt Client-IP sowie jeglicher Telefonverkehr inklusive SMS gespeichert werden. Laut Independent hat die Britische Regierung um Premierminister Gordon Brown bereits Gespräche mit Telekommunikationsfirmen geführt. Das ganze Programm existiert  – eigentlich öffentlich, aber aufgrund der blumigen Formulierung fast unentdeckt – unter dem Namen Interception Modernisation Programme (IMP) und soll  – natürlich (!) – wiederum ausschließlich dem Schutz vor Terrorismus dienen.

 Wer eine Ahnung davon erhalten möchte, was damit auf die Briten zurollt, braucht sich nur einmal anzuschauen, wie mittlerweile die unzähligen Überwachungskameras auf der Insel eingesetzt werden.  Inzwischen werden damit nicht nur Parksünder gefangen, auch eine achtlos weggeworfene Verpackung kann an bestimmten Orten bereits zu einer öffentlichen Ermahnung über Lautsprecher führen.

 Vielleicht sollten wir uns schon einmal Grundkenntnisse in "Neusprech" aneignen. Brown zumindest würde dies "doppelplusgut" finden.

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Sep 17

 
Wie man mit unliebsamen Bürgern umgeht, zeigten kürzlich die Bayerische Polizei und Staatsanwaltschaft. Laut Netzpolitik.org wurde am vergangenen Donnerstag beim Pressesprecher der Piratenpartei eine Hausdurchung durchgeführt.

 Grund: Der Piratenpartei wurde im Januar 2008 ein sehr amtlich aussehendes Schreiben zugespielt, in dem das Bayerische Staatsministerium für Justiz die Kostenverteilung bei der Überwachung von "Internettelefonaten" (hier speziell Skype) regelte. Bezug genommen wurde auf ein Angebot der hessischen Firma DigiTask, welche eine Software zum direkten Mitschnitt von Kommunikation über Skype anbietet. Diese Software, bei DigiTask "Skype Capture Unit" genannt, muss jedoch noch auf dem Rechner eines der Kommunikationspartner installiert werden. DigiTask liefert hierzu eine ausführbare Datei, die z.B. als Attachement einer E-Mail versendet werden kann.

 Obwohl das Einpflanzen von Trojanern (noch) illegal ist, haben die Bayerischen Ermittlungsorgane keine Bedenken, die Rechner von Zielpersonen zu verseuchen. Dies falle schließlich unter den Bereich "Telefonüberwachung."

 Natürlich ermitteln die Bayerischen Staatsschützer nicht gegen Ihre Kollegen wegen möglicher illiegaler Abhör- oder Durchsuchungsaktionen. Vielmehr wird nun derjenige  in die Mangel genommen, dem das brisante Dokument (an dessen Authentizität nun nicht mehr gezweifelt werden braucht) zugespielt wurde. Als Zeuge wird er in einem Ermittlungsverfahren gegen unbekannt um 5 Uhr morgens aus dem Bett geklingelt und mit dem Durchsuchungsbeschluß konfrontiert. Wie heißt es so schön in einem Heiseforums-Betrag: "Die Junta zeigt ihre Fratze."

 Einfach nur noch krank. 


 

Sep 09

 

In general:

 Combination Example % (rnd)
 Pair vs one lower life card   AA vs AK  ~90%
 Overpair  AA vs 99  ~80%
 Overpair vs two lower life cards  AA vs KQ  ~80%
 Two non-pairs, "low-high" is paired  AK vs KQ  ~70%
 Two non-pairs, "low-low" is paired  AQ vs KQ  ~70%
 Two non-pairs, "high-high" is paired  AK vs AQ  ~70%
 Pair vs "high-low" life cards  KK vs AQ  ~70%
 Pair vs one higher life card   KK vs AK  ~68%
 Two upper life cards vs two lower life cards  AK vs T9  ~62%
 Four life cards zipped   AQ vs KJ  ~62%
 Two upper life cards vs pair  AK vs 99  ~46%

 

top  2%
5%
8%
10%
15% 20%
25%
AA  80 83 84 84 85 85 84
KK  60 68 71 73 74 75 77
QQ  40 57 64 65 67 69 71
JJ  20 49 57 58 62 65 67
               
AKs  39 48 56 59 62 64 64
AKo  35 45 53 57 60 62 62
TT  19 42 52 53 57 60 62
AQs  34 40 48 53 57 60 61
               
AQo 30 36 45 50 55 58 59
99 19 35 47 49 53 55 57
88 19 33 43 45 50 52 54

 

 

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Sep 09

 Numbers are pretty dry for most of us – except for some rare mathematics nerds – but a showing a few of them might help when facing a bad run of "unplayable" pocket cards.

 A poker deck usually has 52 cards (2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, T, J, Q, K, A with 4 colours each).

Dealt two cards there are 1326 (52*51/2) combinations. 

 Combinations  No  Odds (rnd)  % (rnd)
 13 pairs * 6 78  1 in 17 6%
 13 directly suited connectors * 4 52  1 in 25.5 4%
 10 "one gap" suited connectors * 4 40  1 in 33 3%
 13 directly unsuited connectors * 12  156  1 in 8.5 12%
 12 "one gap" unsuited connectors * 12  144  1 in 9 11%

 

 Combinations No Odds (rnd) % (rnd)
 AA 1 in 221 0.45%
 AKs 1 in 332 0.30%
 AKo 12  1 in 110.5 0.90%
 AX or Ax 198  1 in 6.7 14.93%
 AA-TT or AK, AQ 62  1 in 21 4.67%

 

 Combinations  Odds (rnd)   % (rnd) 
 AK hits on the flop 1 in 4.25 24%
 A pair flops a set 1 in 8.5 12%
 Two suits flop at least two suits 1 in 8.5 12%
 Two pair after flop make FH or better  1 in 6 17%
 A set after flop makes FH or better 1 in 3 33%

 

 Combinations
Odds Turn
% T (rnd) % T and R (rnd)
 Open end straight draw  8 in 47 17%  31%
 Flush draw  9 in 47 19%  35%
 Open end straight flush draw*  15 in 47 32%  54%

 

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